NICHT WIEDER ZURÜCK AUF LOS !

Liebe Sportfreunde und Mitglieder des TSV Schwabhausen,

ohne Vorankündigung und mitten im Corona-Lockdown wurden wir Anfang letzter Woche von der Gemeinde und durch die Presse über eine Entscheidung des Finanzausschusses vom 2.11.2020 informiert, welche u.U. massive Auswirkungen auf die Entwicklung des TSV Schwabhausen haben wird.

Offensichtlich denkt man jetzt darüber nach, das Gesamtprojekt „Anbau und Sanierung der Heinrich-Loder-Halle“ erneut in Frage zu stellen und zunächst nur eine Bestands-Sanierung durchzuführen und dies entgegen dem noch gültigen Gemeinderatsbeschluss vom 25.9.2018.


Zitat: „Der Gemeinderat Schwabhausen beschließt die Erweiterung der Heinrich-Loder-Halle in Schwabhausen mit Umbau eines Geräteraumes gemäß der vorliegenden Entwurfsplanung vom 13.09.2018. Die Verwaltung wird beauftragt, die Ausschreibung der Baumaßnahme durchzuführen“ Abstimmung: Ja 20 Nein 0

Die Vorstandschaft, die Funktionäre und weit mehr als 1.500 Sportler und Mitglieder des TSV hatten bzw. haben noch immer großen Respekt vor diesem zukunftsweisenden Beschluss und würden auch künftig gerne alle Entscheidungen des Gemeinderats ernst nehmen, denn der Verein braucht einen zuverlässigen Partner.

Wenn die Maßnahme, für die bereits in den Haushalten 2019 und 2020 erhebliche Finanzmittel eingeplant wurden bzw. in die Rücklagen geflossen sind (allein 2020 € 1,6 Mio.), nicht als Ganzes durchgeführt wird, rückt der dringend benötigte Erweiterungsbau in weite Ferne und wird für viele Jahre, wenn nicht sogar für immer, von der Bildfläche verschwinden. Dies würde den Status Quo hinsichtlich der unzureichenden Hallenzeiten für die nächsten Jahre zementieren und dem TSV langfristig sämtliche Entwicklungsmöglichkeiten nehmen. Dies muss allen bewusst sein und das muss die Gemeinde dann aber auch offen kommunizieren.

Corona ist für alle eine sehr schwierige Zeit und eine große Herausforderung, aber es wird auch eine, hoffentlich gute, Zeit danach geben und für diese Zukunft müssen jetzt endlich die Weichen gestellt werden. Dafür brauchen wir keinen Tunnelblick sondern Weitblick, Zuversicht und den Mut, den die Gemeindevertreter vor 40 Jahren hatten, als sie die Heinrich-Loder-Halle gebaut haben.

Wenn jetzt nicht wie geplant und beschlossen gebaut wird, würde das für unsere Hallensportarten neben den fehlenden Perspektiven auch bedeuten, dass man nach den beiden „Corona-Lockdowns“ zusätzlich noch einen monatelangen „Sanierungs-Lockdown“ hinnehmen müsste, da es während der Bauphase keine Ausweichmöglichkeiten gibt. Handball, Turnen und Tischtennis wären hier die Hauptleidtragenden und müssten ihren Spiel- und Trainingsbetrieb voraussichtlich für längere Zeit einstellen. Wie uns die beiden Corona-Lockdowns leider auch jetzt schon gezeigt haben, würde das unvermeidlich zu einem weiteren Verlust von vielen, meist jugendlichen Mitgliedern führen. Gänzliche Abwendung vom Sport mit all den sozialen Folgeerscheinungen, Abwanderung oder evtl. sogar die Zerschlagung ganzer Abteilungen wären die Konsequenzen. Der Verlust von vielen engagierten Übungsleitern und Funktionären wäre ein zusätzlicher Tiefschlag für unseren TSV.

Derartige Szenarien wurden in all den vielen Gesprächen der letzten Jahre mit der Gemeinde in der s.g. Hallenkommission in allen Details lange erörtert und abgewogen. Dabei wurde nach einem langfristig finanzierbaren und sportlich umsetzbaren Konzept gesucht und mit dem Hallenanbau schließlich auch gefunden. Dies führte letztlich zu dem o.g. einstimmigen Gemeinderatsbeschluss vom 25.9.2018, der von allen politischen Fraktionen unterstützt wurde.

Diese jahrelange, gemeinsame Arbeit kann man nicht so einfach „vom Tisch wischen“. Für den TSV muss die Gemeinde ein verlässlicher Partner bleiben und wir können nicht noch einmal „zurück auf Los“. Zehn Jahre Diskussion und Planung sind genug! Mehr schafft das Ehrenamt nicht!

Wir fordern die Gemeinde und seine Räte deshalb auf, weiter zu ihrem 2018er Beschluss zu stehen und den TSV vor größerem Schaden zu bewahren!

Wir hatten am Donnerstag (5.11.) ein längeres Gespräch mit dem Herrn Bürgermeister und haben dabei unseren Protest deutlich zum Ausdruck gebracht. Dabei haben wir aber auch einen weiteren Vorschlag bzw. einen Kompromiss zur Umsetzung des Gesamt-Konzepts erörtert.

Da wir uns wegen dem Corona-Lockdown aktuell nicht versammeln können, sind auch Sie als Mitglied und Sportler des TSV eingeladen, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und mit den von Ihnen gewählten Gemeindevertretern in einen Dialog einzusteigen, denn es geht hier neben unseren Vereins-Interessen auch um die künftige Entwicklung der Dorfgemeinschaft.

Es ist wieder einmal „5 vor 12“ aber wir haben noch einen Funken Hoffnung, dass die Vernunft und der Weitblick siegen werden.

Der Vorstand


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